Bonnekamp-Stiftung für die integrative Stadt

Das Engagement der Bonnekamp-Stiftung besteht aus der Bearbeitung einer einfachen Frage:

„Wie wollen wir in Zukunft die Herstellung und Verteilung unserer Lebensmittel gestalten?“

Mit Lebensmittel ist hier nicht nur Essbares, sondern alles gemeint, was wir zum Leben brauchen. So einfach die Frage zunächst klingt, so komplex ist die Vielfalt an Themen, die damit zusammenhängt. Aber zunächst die Gegenfrage: „Warum sollten wir uns diese Frage überhaupt stellen?“

Die Antwort: Weil wir sie nicht nur stellen wollen, denn Visionen zu schaffen macht Freude und wirkt belebend, sondern weil wir sie jetzt stellen müssen, denn wie bisher geht es nicht mehr weiter! Das ist keine politische, sondern eine mathematische Aussage.

 

Dementsprechend ist die Auseinandersetzung mit dieser Frage schon längst „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen. Um dieser öffentlichen Diskussion Platt- formen für die experimentelle Praxis gegenüber zu stellen und anzubieten, arbeitet die Bonnekamp-Stiftung an der konkreten, langfristigen Realisierung von Modellprojekten zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe, sozialer Verlässlichkeiten und angewandter Lebensfreude.

 

Die Schwerpunkte bei der Projektentwicklung bilden vier weitere, einfache Fragen:

 

  • Was wollen wir in Zukunft essen und wie dies erzeugen?

  • Wie wollen wir arbeiten und konsumieren?

  • Wie wollen wir lernen und kommunizieren?

  • Und wie wollen wir uns und das Ganze gesellschaftlich und politisch organisieren?

 

Unser Ziel ist es einerseits, möglichst viele Menschen und gesellschaftliche Gruppen für eine praktische Bearbeitung dieser Fragen zu interessieren und andererseits, Ergeb- nisse messbar zu machen. Um letzteres zu gewährleisten, bewegen wir uns in klar definierten Räumen, konzentriert stadtteilbezogen und begleitet von wissenschaftlicher Evaluation.

 

Nur in der Praxis trennt sich Realisierbares vom Wunsch- traum oder planerischen Konzept. Die Projekte der Bonnekamp-Stiftung sind eine Einladung an alle, die ganz einfach an einer lebenswerten Zukunft mitarbeiten wollen.

 

Herzlich willkommen!

 

Lokales, Regionales und Artgerechtes...

Kultivieren

Eine spannende Herausforderung im Rahmen nachhaltiger Entwicklung besteht im Aufbau solidarischer und zur Teilnahme einladender Produktion von Nahrungsmitteln in der Stadt. Neue urbane Landwirtschaft vergrößert die Unabhängigkeit von Importen, spart Energie und trägt zur Verbesserung der urbanen Lebensqualität bei ‒ in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Städte wie Toronto und Havana machen vor, wie es geht.

 

Erschaffen

„Jeden Morgen nach dem Aufwachen freue ich mich schon auf den Job!" Kennen Sie dieses Gefühl? Wenn nicht, sind Sie hier richtig. Technologische Möglichkeiten und selbständiges Umdenken ermöglichen weltweit die Entstehung kooperativer Stadtteilwerkstätten und vernetzter Eigenproduktion, Keimzellen einer Ökonomie nach humanen und ökologischen Maßstäben. Arbeit wird zur schöpferischen, bedürfnisorientierten Tätigkeit im sozialen Beziehungsgeflecht ‒ und macht endlich wieder Spaß.

Entdecken

Neugierde und Experimentierfreude sind im Wortsinn wesentlich für den Menschen. Die aktuellen Erkenntnisse aus den Neuro- und Kognitions-wissenschaften bestätigen dies in anschaulicher Weise. Nehmen wir diese Forschung ernst, müssen wir "Bildung" ganz neu denken und leben. "Das Lernen" von morgen ist lebenslang kreativ, partnerschaftlich, (eigen-) verantwortlich, in hohem Maße selbstorganisierend, humorig fehlertolerant ‒ und es schafft sich entsprechend inspirierende Umgebungen.

Verwandeln

Bildung und politische Teilhabe sind eine Einheit. Wer Wissen, Erfahrung, Verantwortung, Fähigkeiten und Leistung einbringt, spricht und entscheidet mit. Zusammen mit denjenigen, die das auch tun. So einfach geht Politk! Auf der Basis regionaler Ökonomien, selbstbestimmter Bildungs- und Kommunikations- formen und realer Netzwerke ist demokratische (Mit)bestimmung selbst- verständlich. Der politisch agile und sich konsolidierende Stadtteil wirkt als Impulsgeber nach "oben" und erwartet gespannt das Echo.

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